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Auch die EU trifft es hart!

"Für Länder in der ganzen Welt": Trump verkündet neuen Zoll-Hammer

  • Aktualisiert: 02.04.2025
  • 22:26 Uhr
  • dpa
Donald Trump verkündet neue Zölle.
Donald Trump verkündet neue Zölle.© Mark Schiefelbein/AP/dpa

US-Präsident Trump verschärft seinen ohnehin schon drastischen Zollkurs weiter. Im Rosengarten des Weiten Hauses macht er Handelspartnern eine harte Ansage. Die EU dürfte wenig erfreut sein.

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US-Präsident Donald Trump führt neue pauschale Zölle in Höhe von zehn Prozent auf die meisten Importe in die Vereinigten Staaten ein. Für viele Länder sollen je nach Handelsdefizit aber höhere Strafabgaben greifen. Auf Einfuhren aus der Europäischen Union in die Vereinigten Staaten sollen nach Angaben von Trump neue Zölle in Höhe von 20 Prozent greifen. "Sie zocken uns ab. Es ist so traurig, das zu sehen. Es ist so erbärmlich", sagte der Republikaner am Mittwoch (2. April) im Rosengarten des Weißen Hauses mit Blick auf die Europäer. Es ist der bisher aggressivste und folgenschwerste Schritt in der Handelspolitik des US-Präsidenten. Dies trifft die Europäische Union hart und dürfte die Weltwirtschaft im erheblichen Maße belasten. Ein Handelskrieg mit der Europäischen Union scheint nun unausweichlich.

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Wahlkampf in den USA - Trump und Musk machen gemeinsame Sache
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Medienbericht

Donald Trump soll intern das Aus von Elon Musk im Weißen Haus bestätigt haben

Elon Musk zieht sich offenbar als Präsidentenberater von Donald Trump zurück. Der Tech-Milliardär kehrt zu seinen Firmen zurück, bleibt aber möglicherweise informell im Weißen Haus präsent.

  • 02.04.2025
  • 20:07 Uhr

"Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren wurde, als der Tag, an dem Amerika sein Schicksal zurückerobert hat, und als der Tag, an dem wir begonnen haben, Amerika wieder reich zu machen", sagte Trump. "Jahrzehntelang wurde unser Land geplündert, gebrandschatzt, vergewaltigt und ausgeplündert, von nahen und fernen Nationen, von Freunden und Feinden gleichermaßen." Dies sei nun vorbei. Trump sprach von einem der wichtigsten Tage in der US-Geschichte. Das "goldene Zeitalter" der USA komme zurück.

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Trump spricht vom "Tag der Befreiung"

Der Republikaner hatte den Tag der Verkündung vorab als "Tag der Befreiung" angepriesen und die Verhängung wechselseitiger Zölle angekündigt. Das bedeutet im Prinzip, dass die USA überall dort ihre Zölle entsprechend im Verhältnis anheben, wo sie derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner. Nun will er ein höchst komplexes System einführen, das sowohl wechselseitige als auch pauschale Strafabgaben enthält.

Zölle in Höhe von zehn Prozent sollen universell auf Importe aus allen Ländern in die Vereinigten Staaten gelten. Jenseits davon soll es individuelle Strafabgaben geben, die je nach Land variieren. Dabei werden besonders jene Länder ins Visier genommen, die aus Sicht der USA besonders hohe Handelsbarrieren für amerikanische Produkte haben. Trump moniert neben Zölle immer wieder andere Handelshemmnisse wie Importvorgaben, Subventionen oder andere Regularien.

Trump setzt seit dem Wiedereinzug ins Weiße Haus - ähnlich wie in seiner ersten Amtszeit - im großen Stil auf Zölle. Er verhängte bereits Strafabgaben auf alle Aluminium- und Stahlimporte, brachte Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Autos und Autoteile auf den Weg, führte erhöhte Zölle auf alle Waren aus China ein und nahm seine Nachbarn Kanada und Mexiko ins Visier. Gerade die Autozölle treffen Europa und den deutschen Markt schwer.

Zölle haben Folgen für Verbraucher

Ein Importzoll funktioniert ähnlich wie eine Steuer. Sie muss vom importierenden Unternehmen gezahlt werden - in diesem Fall also von den Unternehmen in den USA. Es gilt als wahrscheinlich, dass die importierenden Firmen die höheren Kosten nicht einfach selbst übernehmen. Sie dürften sie an die Verbraucher:innen weitergeben - die Preise steigen so, und die Inflation könnte wieder angeheizt werden. Trumps Ziel ist, US-Unternehmen davon abzuhalten, Produkte aus dem Ausland einzuführen. Das soll langfristig den Produktionsstandort USA fördern.

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Da mit Gegenzöllen gerechnet wird und auf die exportierenden Unternehmen Umsatzeinbußen zukommen dürften, könnte dies zu einem Rückgang der Produktion und möglichen Stellenstreichungen führen, was die Wirtschaft insgesamt belasten kann. Ein eskalierender Handelskonflikt zwischen den USA und der EU wird daher auch für deutsche Verbraucher deutlich spürbare Auswirkungen haben.

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